Die Wahl der richtigen Laufschuhe ist immer so eine Sache und oftmals trifft man die falsche Entscheidung. Ich hab nach einem Schuh gesucht, mit dem ich im Wald laufen kann und auch im Herbst bei nassem Wetter oder auch auf Laub nicht wegrutsche.

Da ich mich auch noch zu den Laufeinsteigern zähle, war für mich beim Kauf auch klar, dass ich keine 100€ für ein paar Laufschuhe ausgeben möchte.

Nach einiger Recherche im Internet und der Berücksichtigung, dass ich überwiegend im Wald laufen möchte, bin ich dann auf die Salomon X-Scream gestoßen. Angegeben als Citytrailschuhe haben die Schuhe nicht so ein übertriebenes Profil und gelten quasi als Allrounder. Nach einigen Testberichten hat mich dann letztendlich der Preis überzeugt und so hab ich die Schuhe für 45€ gekauft.

Ich hab mir die Schuhe eine Nummer größer gekauft und sie passen wie angegossen. Sie sehen etwas klobig aus sind dennoch mit knapp 700g für ein Trailschuh recht leicht.

Der ersten Eindruck

Das Gelb ist echt grell und sie sind mega bequem.

Die anfängliche Skepsis gegenüber der Schnürung hat sich aber direkt nach dem ersten Lauf in Luft aufgelöst. Einmal festgeschnürt bleiben die Schuhe zu – zumindest bei den ersten 300 km.

Der Grip ist wirklich gut. Ich bin mit den Schuhen in erster Linie im Wald und auf Forstwegen gelaufen, hab aber auch bei Xletics und den Crossdays im Schlamm und tiefen Sand nicht annähernd das Gefühl gehabt, dass ich wegrutschen könnte. Ok, keine Ahnung wie viel Grip höherpreisige Trialschuhe haben aber für den Normalo Standardläufer ist der Grip krass.

Salomon wirbt zwar damit, dass es ein Citytrailschuh ist und sowohl auf Asphalt als auch auf Waldböden gelaufen werden kann, dennoch könnte die Dämpfung etwas weicher sein. Nach 1-2 km auf der Strasse merke ich es in meinen Knien.

Die Schuhe sind sehr atmungsaktiv und luftdurchlässig, dass heißt, dass man getrost durch Pfützen laufen kann und auch nach Wasserdurchquerungen bei Hindernissläufen trocknen die Schuhe sehr schnell und wirken nicht wie Blei an den Füssen. An kalten Tagen hingegen muss man schon eine ganze Weile laufen um warme Füsse zu bekommen aber dieses Problem hat man wahrscheinlich in jedem Laufschuh der nicht gefüttert ist.

Nach 400 km

Ich bin jetzt mit den Schuhen knapp 400km durch Wald, Modder, Wasser und tiefen Sand gelaufen und ich muss sagen, dass das Laufgefühl noch das Gleiche wie beim ersten Lauf ist. Die Schuhe haben sich weder geweitet noch sind irgendwelche Nähte aufgegangen oder das Profil stark abgelaufen. Selbst nach mehrmaligem Waschen sehen die Schuhe noch fast so aus wie vorher.

Seit kurzem lässt die rechte Schnürung etwas nach, der Schuh muss alle paar Kilometer wieder neu geschnürt werden. Ein neues Schnürsystem für 8€ wird das Problem aber hoffentlich lösen.

#Fazit:

Eigentlich würde ich mir gern ein paar neue Schuhe kaufen aber es gibt nach 400km KEINEN Grund die Schuhe zu ersetzen – sie laufen und laufen und laufen.

Für mich sind die Salomon X-Scream der perfekte Einsteigerschuh für Leute, die überwiegend im Wald oder generell abseits der Strecke laufen wollen. Die Farbe ist Geschmacksache, wer es etwas dezenter mag, kann eine andere Farbvariante wählen.

Das Preis / Leistungsverhältnis steht aber über Allem. Ich weiß nicht ob man für 45€ einen vergleichbaren Schuh findet. Für mich ist es DER Referenzschuh für alle kommenden Schuhe mit denen ich auf Waldböden laufen möchte. Einen Halbmarathon auf Asphalt würde ich damit aber ungern laufen.

 

Salomon X-Scream

45€
Salomon X-Scream
8.8

Tragekomfort

9.0 /10

Grip

8.0 /10

Preis / Leistung

10.0 /10

Verarbeitung

9.0 /10

Gewicht

8.0 /10

Positiv

  • Preis / Leistungsverhältnis
  • Langlebigkeit
  • griffige Sohle
  • Tragekomfort

Negativ

  • nicht für lange Asphaltläufe geeignet
  • Schnürung lässt nach einer Weile nach